Montag, 24. September 2012
sie sind da...
Wer sich nun wundert, dem empfehle ich einen Besuch des Berner Zibelemärit. Dort werden nämlich sehr, sehr viele Zwiebeln, traditionellerweise in der Form von Zwiebelzöpfen, verkauft.
Als erstes gibt es nun Rüstarbeit - überflüssige trockene Häute entfernen, Stiele kürzen und die Wurzeln abschneiden. Sehr meditativ, wie ich finde eine tolle Arbeit :)
Fast zwei Kisten von sechs habe ich seit 3 Tagen erledigt und das obwohl am Freitag Justistaler Chästeilet und am Sonntag Sämi's zweiter Geburtstag war.
Mein Fleiss ist aber auch nötig, denn da meine Schwiegermutter Mitte Oktober an der Schulter operiert wird (Bänderriss), werde ich alle Zöpfe selbst binden. Eine gewisse Herausforderung, denn ich habe letztes Jahr zum ersten Mal Zwiebelzöpfe (zum Verkaufen) gemacht *gg*
Chästeilet war wieder mal super - nach gemütlichem Beisammensein "Vati singet!" (O-Ton Sämi) sind wir mit den Kühen nach hause gelaufen. Sämi auch "Hei loufet" (und ganz dezent nachher) "Mueti Rügge!" ;)
Ich gebe zu, dass ich schon weniger geschwitzt habe, aber bis auf die Gegensteigung nach Sigriswil ging es ganz gut. Auch Yussi war tapfer und ist den ganzen Weg gelaufen, obwohl sie am Schluss wirklich k.o. war. Mit fast 12 Jahren war es nun wohl das letzte Mal, dass sie ganz mit nach hause laufen konnte.
Sämis Geburstag war auch sehr schön, am Nachmittag hat Sämi den Besuch von Grosi + Grossätti, Gotti und Grostanti und den Urgrosseltern sehr genossen :)
Liebe Grüsse
Roxi
Freitag, 31. August 2012
Lappland
In Kiruna steht nun der Grubenbesuch an. Mättu und unsere Kollegen ziehen los und Sämi und ich schlafen im Wohnmobil, bzw. ich mache mich an die Herstellung des Gotte-Meitschi (Patenkind) Geburtstagsgeschenks. Es soll ein Kaninchenfell-Hasen geben, den ich selbst nähen möchte. Sämi hat so einen von seiner Grossmutter erhalten und ist schwer verliebt. Das Nähen geht bei leichtem Regen prima und schon bald sind die anderen von der fast dreistündigen Tour wieder zurück.
Wir geniessen noch die Einkaufsmöglichkeiten in Kiruna – neben dem ICA (Supermarkt) hat es ein wunderbares Lädeli, wo wir Frauen uns noch lange hätten beschäftigen können. Wir kaufen schlussendlich ein Portemonnaie für Mättu und farbige Sockenwolle für unsere familieninterne Sockenlieferantin.
Wir fahren Richtung Karesuando und am nächsten Tag nach Finnland – unsere Kollegen fahren nun wieder südwärts.
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Es wird Herbst!
Auf dem Weg zum finnischen Grenzfluss sehen wir wieder Rentiere.
Als wir auf der finnischen Seite des Flusses tanken und einkaufen, sehen wir plötzlich ein Schild mit “Swiss Café”. Da müssen wir natürlich hin :-) Lustigerweise wurde es erst am Montag eröffnet und die Besitzerin, eine Schweizerin, war erfreut “Heimatbesuch” zu erhalten. Wir geniessen Kaffee, Tee und Ovomaltine sowie selbstgebackene Amaretti. Wer einmal in Muonio ist, sei dieses Café empfohlen.
Beim Einkauf stellen wir übrigens fest, dass es in Finnland tatsächlich viel mehr Xylitprodukte gibt. Wir decken uns mit Kaugummi und Bonbons ein. Sonst kaufe ich die immer in einem Internetshop, hier sind sie natürlich günstiger.
Wir übernachten an einem uns schon bekannten Rastplatz in Kuttanen, allerdings hat es nun keine Lemminge mehr wie vor einem Jahr. Da waren wir allerdings einen Monat früher dort! Wir grillieren wieder – die Männer werden langsam richtige Profis!
Am nächsten Tag fahren wir über Karesuando wieder zurück Richtung Kiruna. Wir wollen an den “Stora Höstmarknad” (Grosser Herbstmarkt). In Karesuando besuchen wir noch eine Messerfabrik und kaufen neben einem Schleifstein auch noch kleine Geschenke für unsere Nachbarn, die unsere Tiere (Katzen, Hühner) betreuen. Wir übernachten bei strömendem Regen in Jukkasjärvi am Badplatz. Letztes Jahr haben wir hier noch gebadet… (allerdings auch gut zwei Wochen früher..) Wir basteln den ganzen Nachmittag.
Dienstag, 28. August 2012
Ausflug nach Norwegen
Nach einer eiskalten Nacht (draussen Duschen in der Kälte ist trotz warmem Wasser auch eine Erfahrung für sich..) ist es am nächsten Morgen wunderschön und wir geniessen noch eine Zeitlang unseren Schlafplatz.
Dann fahren wir weiter nach Arjeplog, wo wir leider etwas zu spät fürs Silbermuseum eintreffen, das schliesst schon um 14 Uhr.
Wir setzen uns an die Sonne ins Café Nelly und essen Waffeln… mmh! Mättu fragt die Kellnerin, ob das Wetter in Nordschweden oder in Nord-Norwegen besser ist und sie meint, wir sollen besser nach Norwegen fahren. (Die ganze Konversation fand übrigens flüssig auf schwedisch statt :-) )
Also fahren wir durch den Fjäll nach Norwegen. Superschöne Strecke. Am Schlafplatz versucht Mättu mit nassem Holz ein Feuer zu machen – unsere schwedischen Nachbarn haben bedauern und bringen ihm Cheminéeholz. Prima :-) Wir bezahlen in schweizer Schoggi!
Unsere Kollegen sind unterdessen auf den Lofoten, wir wollen aber noch abwarten was das Wetter will um zu entscheiden ob wir ihnen dorthin folgen.
Wir fahren über den Polarkreis und sehen ein paar Meter danach am Strassenrand eine Elchkuh mit zwei Jungen! Doch ENDLICH ein Elch :-) und dann gleich drei! Sie fressen weiter und wir können in Ruhe fotografieren.
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Auf der restlichen Strecke nach Fauske (wunderschöne Fjäll-Landschaft) beobachten wir noch diverse Rentiere, die ersten, die wir sehen.
Das Wetter sieht für Montag / Dienstag auf den Lofoten nicht so schlecht aus, also fahren wir nach Bodö. Wir müssen noch ein paar Stunden auf unsere Fähre warten und können die Überfahrt nicht ganz so geniessen wir geplant. Obwohl die See nicht unruhig ist (ich möchte nicht wissen, wie es dann ist..), ist mir nur auf dem Aussendeck wohl. Zum Glück ist es trocken, aber es ist eiskalt.
Sämi wirds zum Glück nicht schlecht und er schläft trotz Wind auf dem Aussendeck ein :-)
Am Montag geniessen wir das tolle Wetter – eine einzigartige Gegend!
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Obwohl die Saison schon vorbei ist und das Touristendörfchen “Nusfjord” völlig ausgestorben ist, lohnt sich der Besuch.
In Leknes kaufen wir ein und verabreden uns mit unseren Kollegen. Sämi nimmt noch einen kleinen “Nuk” ;-)
Abends grillieren wir zuhinterst in einem Fjord in einer stillgelegten Kiesgrube.
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Zusammen fahren wir am nächsten Tag Richtung Narvik, nun wird das Wetter schlechter. Wir fahren nach Abisko und finden dahinter einen Rastplatz, auf dem es ein geheiztes WC gibt. Komfortabel! In der Nacht werden wir vom starken Wind fast weggeweht!