Donnerstag, 19. Februar 2015

Tagebuch: Ein gewöhnlicher Krankentag...

... da ich heute mal Zeit zum Bloggen haben will ich euch erzählen, wie ein gewöhnlicher Tag einer Mutter aussieht, wenn sie krank ist ;-)


Heute war es sehr, sehr ruhig. Die Jungs waren bei meiner Mutter und als ich abends mit ihr telefonierte wegen dem Abholen meinte sie "schön, dass du dich heute richtig ausruhen konntest, weil du krank bist". Genau!


Morgens klingelte der Wecker um 7:55 Uhr. Endlich mal wieder richtig lange ausgeschlafen - die Jungs (bzw. mindestens einer davon) sind sonst spätestens um 6 Uhr wach. Aber ich muss das Vorverkaufstelefon einschalten - mich erwarten heute wieder diverse Anrufe um Plätze fürs Konzert + Theater des JK Oberhofen zu reservieren.
Dann nehme ich es allerdings gemütlich und schaue noch im Bett den Wilsberg-Krimi fertig, während dem ich gestern eingeschlafen bin. Dann stehe ich auf und versuche mich ins Citrix-Netzwerk meiner Firma einzuloggen, was aber überhaupt nicht gelingen will. Zuerst sehe ich auf der Login-Seite kein PW-Feld, was am der neuen Internet Explorer Version liegt und mit der Kompatibilitäsansicht behoben werden dann. Das anschliessende Öffnen der Citrix-Umgebung dauert eeeewig. Ich füttere derweil die Schafe / Ziegen / Hühner / Enten / Hunde / Katzen und versuche dann die dringendsten Arbeiten zu erledigen.
Entnervt über die langsame Internetverbindung rufe ich beim Telefonanbieter an und habe doppelt Glück: ich bekomme sofort jemanden ans Telefon und er erkennt mein Problem sofort. Die Leitungskapazität sei ungenügend, was auf einen Defekt der Leitung hinweise. Am Montag kommt der Techniker vorbei. Gut - und schlecht, weil ich heute wohl nicht mehr produktiv arbeiten kann. Aber gerade heute gibt's irgendwie so viel zu tun wie sonst nie... Ich versuche die Probleme telefonisch zu lösen, was nur halb gelingt.
Dann verarbeite ich die Reservationen der letzten zwei Tage, packe die Tickets ein.
Nun muss ich heizen, wir haben eine Stückholzfeuerung und in der Wohnung ist es schon verdächtig kalt. Nach dem Anfeuern fahre ich in den Stall um die Pferde zu versorgen. Die Sonne scheint und ich fühle mich wenigstens temporär etwas besser, denn - ganz vergessen - eigentlich bin ich krank. Ich quäle mich schon seit Wochen mit einem grippalen Infekt, der mal etwas weniger und mal etwas mehr da ist. Gerade ist einer der "etwas mehr" Tage. Ich habe Kopf-, Ohren- und Halsschmerzen. Aber Sonne hilft ja irgendwie bei allem.
Als ich zurückkomme (unterdessen ist etwas nach 11 Uhr) will ich mich kurz ins Bett legen bevor ich das Mittagessen kochen muss. Plötzlich höre ich ein scheussliches Geräusch, es knallt ganz laut und ich mache mich auf die Suche nach dem Verursacher, der nicht so einfach zu finden ist. In der Heizung werde ich fündig. Es knallt so laut, dass ich mir Sorgen mache, die Heizung explodiert und deswegen meinen Mann anrufen, der zum Glück von einem externen Termin schon zurück ist. Er erklärt mir, wie ich die Heizung abstellen kann und kommt nach hause.
Also schnell in die Küche und anfangen zu kochen. Danach wird herumtelefoniert und wir bekommen telefonisch Hilfe wo das Problem zu suchen ist. Zum Glück waren nur die Umwälzpumpen abgestellt (wer auch immer das gemacht hat...) und was man gehört hat waren "Dampfschläge", weil das Wasser nicht abtransportiert wurde. Alles wieder gut.
Nach dem Mittagessen lasse ich alle meine Pflichten sausen (Hühner misten, Wohnung putzen, eigentlich wollte ich bei dem herrlichen Wetter noch ausreiten, in die Bibliothek und Kleider kaufen) und mein Mann bietet an die Jungs bei meiner Mutter abzuholen (2h Weg hin und zurück) und unterwegs noch seinen Grossvater zu besuchen, der Geburtstag hat. So habe ich wirklich frei und lege mich ins Bett. Schlafen kann ich nicht, da ich ja das Vorverkaufstelefon hüten muss und sowieso dauernd geschäftliche Telefonate dazwischen kommen.
Also will ich die zweite Folge Wilsberg schauen, was aber wegen der angeschlagenen Internetverbindung nicht geht. Also schaue ich einen Film, den ich mir bei ITunes ausgeliehen habe. Er ist allerdings wenig unterhaltsam...
Danach schaffe ich es sogar noch Wilsberg zu schauen, die Verbindung hat gerade eine gute Phase.
Nun ist es 17:30 Uhr und ich muss dringend die Schafe und Ziegen reinholen und die Pferde versorgen.
Als ich zurück bin klingelt das Telefon, der Kassier des Jodlerklubs wollte den aktuellen Stand der Reservationen wissen. Ich verspreche ihm meinem Mann abends zur Probe die Zusammenstellung mitzugeben, das heisst aber, dass ich die Reservationen des heutigen Tages noch schnell ins Excel eintragen muss. Dabei klingelt das Telefon, meine Schwiegermutter, die sich erkundigt, wie es mir geht und diverse Fragen zu Smartphones und Datenmengen hat, weil der Schwiegervater sich ev. ein Smartphone kaufen möchte.
Nun kommt mein Mann mit den Jungs nach hause und beklagt sich, dass das Abendessen noch nicht auf dem Tisch steht, weil er gleich weg muss. Also schnell alles bereit gemacht, dabei die Jungs (die waren immerhin 2 Tage weg) geknuddelt und angehört, was sie alles erlebt haben.
Gegessen, Mann ist weg und es beginnt die ordentliche Abendroutine. Da ich wusste, dass ich alleine bin habe ich vor dem Pferde versorgen noch schnell ein Medikament eingeworfen, weshalb es mir unterdessen wieder ganz gut geht.
Der Zwerg schläft schnell ein, Mini will noch bis um 22 Uhr auf meinem Bauch im Halbschlaf kuscheln und dann bringe ich ihn in sein Bett.


Gut, dass ich mich heute ausruhen konnte ;-)


Liebe Grüsse
Roxi

1 Kommentar:

  1. Liebe Roxi! Mutter sein und krank sein sind einfach nicht kompatibel.. Eigentlich müssten Mütter doch einen Schutz bekommen, damit sie nie krank werden können. Wobei dann verliert unser Körper eine Notbremse..
    Alles, alles Liebe und Gute Besserung!
    Kreativhäxli

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